Mit dem Beginn des Jahres des Feuerpferdes im Februar startet eine Phase, die
für Dynamik, Unruhe, Mut und radikale Bewegung steht. Gleichzeitig erleben wir
weltweit politische Verschiebungen, gesellschaftliche Polarisierung und eine digitale
Transformation, die nicht mehr schrittweise, sondern sprunghaft verläuft. Künstliche
Intelligenz, neue Arbeitsformen und ökonomische Unsicherheiten verändern nicht nur Märkte, sondern auch Selbstbilder, Rollen und Lebensentwürfe.
Was sich im Außen zeigt, wirkt nach innen: Viele Menschen spüren eine diffuse
Unruhe, das Gefühl, „so wie bisher geht es nicht weiter“. Sicher Geglaubtes verliert
an Halt, Gewissheiten bröckeln, Entscheidungen drängen sich auf. Ob gewollt oder
nicht – wir befinden uns kollektiv immer wieder in Umbruchphasen. Gerade in
solchen Zeiten wird deutlich: Veränderung ist kein Ausnahmezustand, sondern ein
Entwicklungsprozess, der Orientierung, innere Klarheit und bewusste Begleitung
braucht.
Welche Umbruchphasen gibt es?
Übergänge lassen sich grundsätzlich in unterschiedliche Typen einteilen. Dazu
zählen standardisierte Übergänge wie Schule–Studium–Beruf, ebenso wie
krisenhafte Übergänge, etwa nach Burnout oder Krankheit. Daneben gibt es von
außen angestoßene Übergänge (z. B. Umstrukturierungen, Kündigungen) und selbst
gewählte Übergänge, die aus dem Wunsch nach Sinn, Entwicklung oder
Selbstverwirklichung entstehen .
Unabhängig vom Auslöser folgen Umbrüche häufig einem inneren Prozess, der sich
in fünf Phasen beschreiben lässt:
- Trennungsphase – Unzufriedenheit wird spürbar, Altes muss innerlich
losgelassen werden. - Öffnungsphase – der Blick weitet sich, neue Möglichkeiten tauchen auf.
- Suchphase – Interessen werden konkret geprüft, Erfahrungen gesammelt.
- Findungsphase – Fokussierung, Auswahl, erste Verbindlichkeit.
- Entscheidungs- und Umsetzungsphase – das Neue wird real in die Welt
gebracht.
Diese Phasen verlaufen nicht linear. Schleifen, Zweifel und Rückschritte sind normal
– und kein Zeichen von Scheitern, sondern von Entwicklung.
Typische Blockaden in Umbruchphasen
Jede Phase bringt charakteristische innere Blockaden mit sich. In der
Trennungsphase ist es häufig das Nicht-Zulassen von Gefühlen wie Trauer, Wut
oder Kränkung. Wer zu schnell „nach vorne“ will, bindet viel Energie im Inneren und
bleibt handlungsunfähig.
In der Öffnungsphase fällt es vielen schwer, Ambivalenz und Nicht-Wissen
auszuhalten. Ungeduld, Leistungsdruck und der Wunsch nach schnellen Lösungen
führen dann oft dazu, vorschnell Entscheidungen zu treffen – oder den Prozess ganz
abzubrechen.
Die Suchphase ist geprägt von der Angst, sich festzulegen. „Nicht auswählen
können“ ist eine der häufigsten Blockaden: Aus Sorge, etwas Besseres zu
verpassen, werden Entscheidungen vermieden.
In der Findungsphase zeigt sich oft Perfektionismus. Menschen haben viel getan,
recherchiert, ausprobiert – und dennoch fühlt es sich „noch nicht genug“ an. Dahinter liegt meist mangelndes Vertrauen in sich selbst und in die eigene Wirksamkeit, so dass die Entscheidungs- und Umsetzungsphase immer wieder verschoben wird.
Wie lassen sich Blockaden überwinden?
Veränderungsprozesse sind weder rein rational noch allein eine Frage des Willens.
Sie betreffen Identität, Selbstbild und innere Überzeugungen. Blockaden lösen sich
nicht durch Druck, sondern durch Bewusstheit, Zeit und passende Unterstützung.
Dazu gehören:
- das Ernstnehmen von Gefühlen statt sie zu rationalisieren
- das Akzeptieren von Unsicherheit als produktivem Zustand
- das schrittweise Erproben statt perfektem Vorausplanen
- die Übernahme von Verantwortung für das eigene Handeln
Wie SEQUOYA durch Umbruchphasen begleitet
SEQUOYA versteht berufliche und persönliche Umbrüche als Entwicklungsprozesse,
nicht als reine Entscheidungsprobleme. Die Begleitung orientiert sich an den
jeweiligen Phasen und den individuellen Ressourcen der Person. Ziel ist es nicht,
schnelle Antworten zu liefern, sondern Orientierung zu ermöglichen, Blockaden
sichtbar zu machen und Menschen wieder in ihre Gestaltungsfähigkeit zu bringen.
Mit strukturierten Reflexionsinstrumenten, klärenden Fragen und einem tiefen
Verständnis für die psychologischen Dynamiken von Übergängen schafft SEQUOYA
einen Raum, in dem Neues entstehen kann – tragfähig, stimmig und nachhaltig.
Denn: Umbruchphasen sind keine Störungen des Lebenslaufs. Sie sind seine
entscheidenden Wendepunkte.
