Studie zu Arbeitszufriedenheit: Zwei Drittel lehnen klassische Karriereleiter ab

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Karriereleiter ins Nichts

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Werte, Verantwortung, Gleichberechtigung, Strukturen – in vielen Unternehmen gibt es eine Schieflage, Teams und Vorgesetzte sind unzufrieden. Die Initiative „Chefsache“ hat Anfang 2022 in einer repräsentativen Umfrage ermittelt, wie zufrieden Menschen am Arbeitsplatz sind. Die „Chefsache“ ist ein Netzwerk von Führungskräften aus Wirtschaft, Wissenschaft, öffentlichem Sektor und Medien, die sich alle persönlich für die Chancengerechtigkeit von Frauen und Männern engagieren.

Wichtigstes Ergebnis: das klassische Arbeitsmodell wird immer mehr infrage gestellt. Zum Beispiel sind fast zwei Drittel der Beschäftigten in Deutschland mit der Führungskultur in ihrem Unternehmen unzufrieden und haben wenig Interesse an einer Karriere, in der es hauptsächlich um „höher, schneller, weiter“ geht. Mehr als die Hälfte der Befragten gibt zu viel Stress als Hauptgrund dafür an, warum sie die klassische Karriereleiter ablehnen, in der jede Beförderung mehr Verantwortung und weniger operatives Geschäft bedeutet.

Übrigens merken das auch die Chef:innen: Fast die Hälfte der befragten Führungskräfte würden gern anders führen als sie es jetzt tun. Als Hinderungsgrund geben sie an, eine Veränderung in die gewünschte Richtung sei aufgrund der gegebenen Rahmenbedingungen nicht möglich.

Weitere Ergebnisse der repräsentativen Studie zur Arbeitszufriedenheit in Deutschland inklusive der Problemzonen der neuen Arbeitswelt greift der Spiegel auf.